Tierheilpraxis - Medicina Naturale
Nadine Burzlauer
  
 

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Wintergemüse für den Hund - Saison Dezember bis März

Gepostet am 18. Januar 2018 um 4:25

Oft findet man in den Ernährungsplänen die Beschreibung ‚Nutzen sie saisonales Gemüse!‘.

Was aber heißt das genau? Welches Gemüse darf der Hund? Oft werde ich auch direkt angesprochen, welches Gemüse denn saisonal ist.

Ich möchte euch gern nahe bringen welches Gemüse zu welcher Jahreszeit/Saison für den Hund geeignet ist und werde nun pro Saison eine kleine Auswahl präsentieren.


Warum macht es Sinn saisonal zu füttern? Wenn ihr saisonales Obst/Gemüse kauft, vor allem direkt beim Bauern, ist das unbehandelt und nicht künstlich gereift. Aber das Wichtigste, es ist auch nicht so teuer, als wäre es importiert worden. Und ja man kann saisonal dennoch für Abwechslung sorgen.


Ich starte mit dem Wintergemüse – Saison Dezember bis März 


Topinambur …

… zählt zum Wurzelgemüse und wird auch gern als Knollensonnenblume oder Erdsonnenblume bezeichnet.

Topinambur enthält den Ballaststoff Inulin, der die Darmflora positiv beeinflusst, also ein hervorragendes Präbiotikum*1 ist. Als Ballaststoff wird Inulin nicht verdaut und gelangt in den Dickdarm, wo es vielen guten Bakterien als Nahrung dient.

Sie ist ein nährstoffreiches Gemüse, da sie zu 80% aus Wasser besteht, zwischen 15 und 20% Kohlenhydrate beinhaltet, so wie ca. 3% Eiweiß, die Mineralien Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Natrium und Silizium, das Provitamin A und die Vitamine B1, B2, B6, D und C.

Auch für andere Haus- und Nutztiere ein wertvolles Wintergemüse: Hasen, Kaninchen und Chinchillas aber auch Pferde, Esel, Ziegen, Schafe und Schweine.

Achtung: Kann anfangs, wenn die Menge zu groß ist & der Darm sich noch nicht dran gewöhnt hat, zu Durchfall führen.


Pastinaken …

… ebenfalls ein Wurzelgemüse.

Pastinaken haben ebenfalls einen recht hohen Anteil am Ballaststoff Inulin und sind deshalb ebenfalls als Präbiotikum geeignet. Des Weiteren sind sie reich an Stärke und übersteigen Karotten in ihrem Gehalt an Fasern, Kalium, Eiweiß und Vitamin C.


Chicoreé …

… gehört zur botanischen Familie der Korbblütler.

Chicorée ist ein natürlicher Insulinlieferant und enthält den Bitterstoff Intybin. Der Bitterstoff unterstützt Leber und Galle und sorgt für eine gesunde Darmflora. Enthält neben Vitamin C auch noch Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Blätter & Wurzel enthalten zwar fast dieselben Nährstoffe, aber die Wurzel enthält keinen oder kaum Bitterstoff.

Obwohl er für Hunde inhaltlich sehr gesund ist, mögen ihn die meisten wegen des bitteren Geschmacks nicht.


Feldsalat …

… ist einer der gesündesten und mineralstoffreichsten Salate.

Enthält Calcium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel. Außerdem wichtige Spurenelemente und eine Vielzahl an Vitaminen, vor allem Vitamin C. Hunde mögen ihn trotz seinem eher kräftigen Geschmack, im Vergleich zu anderen Salaten, sehr gern. 


Endiviensalat …

… ist ein nährstoffreicher Salat, er liefert sowohl Vitamin A, Beta-Carotin, B-Vitamine, Folsäure, Vitamin E und Vitamin K. Er ist reich an Kalium und liefert auch Fluorid, Calcium, Phosphor, Natrium und Magnesium, sowie weitere Mineralstoffe und Spurenelemente und Aminosäuren. Es ist daher gut als Basisgemüse geeignet. Die Bitterstoffe wirken appetitanregend und fördern die Gallensekretion.


Portulak …

… ist ein Garten-Unkraut, welches sich aber besonders gut als Salat zubereiten lässt, erfrischend, säuerlich-salzig und mit einem leicht nussigen Geschmack.

Er enthält viel Vitamin C, Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium, Zink, Flavonoide, Cumarine, Oxalsäure und wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

Portulak wird auch gern als wirksames Mittel gegen Sodbrennen, allg. bei Entzündungen, Blasen- und Nierenleiden eingesetzt, da es leicht Harntreibend und blutreinigend wirkt.


Wurzelpetersilie

… ist eine gute Quelle für Vitamin C und enthält nennenswerte Mengen an verschiedenen B-Vitaminen sowie an den Mineralstoffen Kalium, Kalzium und Eisen. Mit ihrem Ballaststoffanteil trägt sie auch zur Verdauung bei. Die ätherischen Öle der Petersilienwurzel wirken antimikrobiell und unterstützen die Verdauungstätigkeit und Nierenfunktion.


Steckrüben …

… auch als Wruke oder Kohlrübe bekannt.

Sie enthält schwefelhaltige ätherische Öle, Mineralstoffe, Carotin, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, C sowie Nicotinsäureamid.


Schwarzwurzel …

… auch bekannt als der Spargel des armen Mannes, schmeckt auch vielen Hunden gut.

Er liefert viel Kupfer, sowie Vitamin E und B-Vitamine. Außerdem enthalten sie Inulin, welches sich positiv auf den Blutzucker und die Verdauung auswirkt, denn es nährt die positiven Darmbakterien.

Im gegarten Zustand sind Schwarzwurzeln besser verdaulich und sollten nur in kleinen Mengen verfüttert werden. 



Grundsätzlich ist es euch überlassen wie ihr das Gemüse zum Futter gebt, bzw. oft ist es auch abhängig vom Geschmack eures Hundes. Es ist möglich das Gemüse roh (gehobelt, püriert), gedünstet oder gekocht zu verfüttern. Nur ein paar Ausnahmen gibt es, dort wird es aber auch ausdrücklich erwähnt, das man diese nur gekocht verfüttern darf.


In der Winterlichen Zeit gibt es natürlich auch viel Kohl, welcher eher weniger verfüttert werden sollte, da er blähend wirkt. Es gibt natürlich auch noch auf Lager befindliches gemüse wie Karotten, Katoffeln, Sellerie, Kürbis usw.


Und nun dürft ihr gern Gemüse shoppen gehen und eurem Liebling immer wieder eine neue Kombination kredenzen.

Viel Spaß beim ausprobieren ….


Mit freundlichen Grüßen

eure

Tierheilpraxis – Medicina Naturale


1 Präbiotikum: unverdauliche Lebensmittel, aber das Wachstum der Darmbakterien gezielt anregen und so die Darmgesundheit optimieren.

Kategorien: Ernährung

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