Tierheilpraxis - Medicina Naturale
Nadine Burzlauer
  
 

Zum Bearbeiten des Untertitels hier klicken

Blog

Sommer, Sonne, Sonnenschein - aber gilt das auch für unsere Haustiere?!

Gepostet am 18. Mai 2017 um 19:30

Wenn die Tage wieder länger werden und vor allem wärmer werden kommen auch unsere Tiere ganz schön ins Schwitzen! Wie unterstützt man an heißen Tagen am besten seine Vierbeiner?

 

1. Schatten nutzen um Sonnenbrand zu verhindern!

Sonne macht nicht nur durstig sondern kann auch zu Sonnenbrand führen.

Je nach Tierart und Rasse sind die Tiere anfällig für einen Sonnenbrand auf unbehaarten Körperstellen wie Nase oder Ohrmuscheln

Sonnencreme bei Tieren entfällt, da sie eher abgeleckt wird - daher die Tiere nicht allzu lange der prallen Sonne aussetzen, sondern schattige Orte wählen.

Wenn ihr euren Hund unbedingt dabei haben möchtet, überlegt euch das gut ihn überall mit zunehmen, denn Hunde auf gar keinen Fall in der prallen Sonne anleinen oder im Auto lassen – am besten also daheim lassen.

Freiläufe für Kaninchen und Meerschweinchen sollten mindestens zur Hälfte im Schatten stehen und zudem über schattenspendende Unterschlüpfe verfügen.


2. Wasser marsch ….

Die meisten Hunde suchen sich an heißen Tagen automatisch das kühle Nass.

Auch hier bei langen Spaziergänge Wege entlang von Bachläufen oder Seen wählen, so das der Hund sich jederzeit seine Abkühlung holen kann.

Frisches Wasser immer dabei haben, aber auch frisches Wasser für alle Tierarten bereit stellen.

Bewährt haben sich auch nasse (Kinder-)T-Shirts überzuziehen oder es mit einem feuchten Tuch abzudecken. Wasser aus einer Sprühflasche sorgt ebenfalls für Abkühlung. Oder aber ein feuchtes Handtuch als Unterlage.

Ich habe für meinen Hund zu Hause eine Strandmuschel stehen, welche sehr gern genutzt wird um das heiße Bäuchlein zu kühlen.  Hundepools sind als hoch im Kurs und kann man auch für andere Haustiere anlegen Flache Schüssel mit Wasser in den Freilauf stellen – auch Kaninchen und Meerschweinchen hüpfen im Sommer gerne mal ins kühle Nass. Je nach Art gilt es natürlich die Größe zu beachten und auch Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit dem Tier nichts passiert.

 

3. Unterwolle ade!

Oh ja auch damit kann man die Klimaanlage seines Hundes am Laufen halten.

Im Gegensatz zu uns Menschen können Hunde ihre Temperatur nicht durch schwitzen regulieren.

Ein lebensgefährlicher Hitzekollaps kann die Folge sein. Vor allem ältere Hunde mit dichtem Fell machen im Sommer früher schlapp als gewohnt. So kann es im schlimmsten Fall zu schweren Herz-Kreislaufstörungen oder einem Hitzschlag kommen.

Und NEIN, komplett kurz scheren ist nicht sinnvoll - je nach Hunderasse, richtet man mehr schaden an, als man Nutzen davon trägt. Das lange Fell schützt nämlich die empfindliche Hundehaut vor Sonnenbrand und Hitze.

Bei Rassen mit langem Haar und dichtem Unterfell darum die Unterwolle auskämmen oder mit speziellen Scheren und Trimmmessern ausdünnen.

Auch bei kurzhaarigen Hunderassen sollte die Unterwolle im Sommer nur ausgedünnt werden. Geschoren werden nur einige wenige Hunderassen wie beispielsweise Pudel. Wer sich unsicher ist, ob der eigene Hund geschoren werden soll oder nicht, sollte vorsichtshalber beim Tierarzt, Tierheilpraktiker oder einem professionellen Hundefriseur nachfragen.


4. Pfoten weg vom „heißen Pflaster“!

Auf dem heißen Asphalt auf der aufgeheizten Straße können sich Tiere beim Spaziergang Verbrennungen an den Pfoten zuziehen. Macht einfach den Selbsttest und lauft barfuß über den heißen Asphalt, ihr werdet schnell feststellen das dies binnen kürzester Zeit schmerzahft wird.

 

Grundsätzlich sollten im Sommer körperliche Anstrengungen vermieden werden - besonders während der Mittagszeit. Also lange Spaziergänge und sportlichen Aktivitäten möglichst auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen. Fahrradtouren am besten ganz streichen, oder den Kompromiss eingehen und den Hund ins Körbchen/Anhänger laden und in den Wald/ans Wasser fahren


5. Hilfreiche Sommerkost!

Üppig füttern ist tabu … ist ja wie bei uns Menschen - bei hohen Temperaturen wird weniger gefressen und zu große Portionen liegen unnötig schwer im Magen und stressen zusätzlich.

Daher im Sommer eher kleinere Portionen bereitstellen und für ausreichend Flüssigkeit sorgen. Bei Kleintieren und Pferden Futterreste wie Karotten, Kartoffeln oder Salatblätter schnell entsorgen. Liegen diese Futtermittel zu lange in der Sonne, können sie verderben und schwere Krankheiten verursachen. Auch Nassfutter für Hunde und Katzen sollte nicht zu lange in der Hitze stehen bleiben – Fliegen legen gerne ihre Eier darin ab.

 

 



Hilfe, Hitzschlag!

Kommt es doch mal zu einem Hitzschlag, dann gilt folgendes:

Symptome: Das Tier wirkt apathisch oder ist besonders aufgeregt. Der Atem geht rasend schnell, es verkrampft sich und zittert – Hitzschlag!

Hitzschlag, heißt wie der Name schon sagt eine Überhitzung des Körpers. Besonders anfällig für einen Hitzschlag sind Hunde, da sie die überschüssige Wärme nicht durch Schwitzen abgeben können. Beim geringsten Verdacht auf einen Hitzschlag das überhitzte Tier sofort in den Schatten bringen! Den Patienten mit nassen Tüchern kühlen – zuerst langsam die Beine, dann der restliche Körper und zuletzt den Kopf. Die Verdunstungskälte des Wassers hilft, die Körpertemperatur des Tieres zu senken. Bieten Sie ihm lauwarmes, keinesfalls eiskaltes, Wasser zum Trinken an. Auch wenn sich der Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen verbessert, bringen Sie das überhitzte Tier umgehend in die nächste Tierarztpraxis. Nur ein Veterinär kann Spätfolgen ausschließen, die das Tier auch durch einen Beinahe-Hitzschlag erhalten kann.

Kategorien: Allgemeines

Kommentar posten

Uuups!

Oops, you forgot something.

Uuups!

Die eingegebenen Worte stimmen nicht mit dem Text überein. Bitte versuchen Sie es erneut.

0 Kommentare