Tierheilpraxis - Medicina Naturale
Nadine Burzlauer
  
 

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Wenn die Zecke zusticht!

Gepostet am 18. April 2017 um 11:30

Die Zeckenzeit hat begonnen, wenn sie denn überhaupt bei den Temperaturen in unserer Region jemals aufgehört hat. ;)
Vom Frühjahr/Frühsommer an bis zum Oktober sind Zecken am aktivsten. Viele Hundehalter fragen schon jetzt nach Möglichkeiten einer natürlichen Abwehr um ihr Tier zu schützen. Hier nun ein paar mehr Informationen zum Thema ‚Zecke‘! 
 

In Deutschland gibt es rund 19 Zeckenarten, welche jegliche Wirbeltiere (u.a. Säugetiere, Vögel, Reptilien) befallen. Zecke sind weltweit verbreitet, sie zählen zur Klasse der Spinnentiere, die sich von Blut ernähren.


Wie erkennt man sie?
Da Zecken kleiner als ein Streichholzkopf sind, sieht man sie nur sehr schwer im ersten Moment, noch viel weniger wenn man dunkle und langhaarige Tiere hat.
Wenn sie sich aber mit Blut vollgesogen haben, können Sie die Größe von Rosinen erreichen und man sieht & fühlt sie viel besser.
Wenn sie einen „Spender“ gefunden haben benötigen sie für eine Blutmahlzeit sie ca. 3-6 Tage und nach Beendigung dieser lassen sie sich einfach fallen. Das Erstaunliche ist, das sie 4-6 Jahre ohne neue Nahrung überleben können.


Wie ist eine Zecke aufgebaut?
Stech- und Saugorgane befinden sich am „Kopf“ der Zecke, mit denen Sie ihre Nahrung aufnimmt. Die wichtigsten Sinnesorgane befinden sich am vorderen Beinpaar, sowie auch die kräftigen Klauen, mit denen sie Halt finden. Die Atmung erfolgt am hinteren Beinpaar und die Geschlechtsteile sitzen am unteren Teil des Bauches.


Wie kommt es nun zum „Biss“?
Zecken ritzen mit Ihrem Mundwerkzeug die Haut ein und lecken dann das Blut und die Lymphe. Der Zeckenstich (meist fälschlich als „Biss“ bezeichnet) dringt also nur oberflächlich in die Haut ein – und das ist auch der Grund, warum man Zecken in der Regel relativ leicht entfernen kann. Der Stechapparat der Zecke selbst hat zahlreiche kleine Widerhaken, die symmetrisch angeordnet sind. Mit ihnen hält sich die Zecke an ihrem Wirt fest. Zecken geben bei Ihrem Stich Substanzen an den Wirt ab, um die Blutgerinnung zu verhindern und die Stichstelle zu betäuben. Über den Stichkanal können Krankheiten übertragen werden, ohne dass die Zecke selber daran erkrankt! Wodurch sie ihre zweifelhafte Berühmtheit erlangte, als Überträger von Krankheiten auf Mensch und Tier zu gelten.


Die gängigsten übertragbaren Krankheiten sind FSME und Borreliose:


FSME = Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis
… oder auch Hirnhautentzündung genannt. Interessant zu wissen ist das FSME in extrem seltenen Fällen auch durch die rohe Milch von Kühen oder Ziegen übertragen werden kann.


Borreliose
... wird durch Zeckenstich Bakterien (Spirochäten) übertragen. Auch Pferdefliegen können im Einzelfall Borreliose übertragen. Nach einer Studie von 1985 waren in den Münchner Isarauen über 30% der Zecken mit Borrelien infiziert. Das scheint sich in internationalen Studien zu bestätigen: ca. 30% der reifen Zecken tragen Borrelien in sich. Damit ist die Gefahr relativ hoch, wenn im Schnitt jede dritte Zecke infektiös ist.
Die meisten Stiche einer Zecke führen glücklicherweise NICHT zu einer Infektion. Da die Erreger (Spirochäten) sich im Magen-Darmtrakt befinden und frühestens nach 8-12 Stunden (manche sprechen auch von 24 Stunden) übertragen werden. Wenn die Zecke also innerhalb dieses Zeitfensters entfernt wird, ist das Risiko für eine Infektion, wie die Borreliose sehr gering!


Weitere Krankheiten sind Anaplasmose, Ehrlichiose, Babesiose


Wo trifft man auf Zecken?
Je nach Entwicklungsstufe halten sich Zecken in unterschiedlichen Höhe auf. Meist handelt es sich dabei um geschützte, wärmere Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit. Deshalb finden sie sich vor allem im Unterholz, in Gestrüpp und hohem Gras am Waldrand, aber auch an Büschen und Hecken in Freibädern und im eigenen Hausgarten.
Je jünger die Zecke ist (also je niedriger die Entwicklungsstufe), desto näher hält sie sich am Boden auf. Erwachsenen Formen klettern bis ca. 120 cm Höhe und lassen sich fallen.


Wie kann man sich und sein Tier schützen?
Für den Menschen gilt: geschlossene, helle Kleidung (damit man die Zecken besser erkennen kann), möglichst Stiefel und hohe Socken, besser Strümpfe. Nach einem Aufenthalt in Unterholz und Waldrand die Kleidung und den Körper (insbesondere die behaarten Stellen) nach Zecken absuchen, bei Stich die Zecke entfernen UND AUFHEBEN (um diese ggf. bei Auffälligkeiten in ein Zeckenlabor zur Untersuchung zu schicken)!
Grundsätzlich kann man sagen: wenn möglich, Unterholz und eng bewachsenes Gebüsch oder Grasnarben meiden und besser auf breiteren Wegen gehen!


Natürliche Mittel
Natürlich gibt es kein Allheilmittel – die Wirkung ist individuell zu betrachten und kann, muss aber nicht bei jedem Tier eine Wirkung erzielen.
Ich werde und kann hier keine ausdrückliche Empfehlung abgeben, nur Tipps was sich in der Vergangenheit so bewährt hat.


Eine günstige Wirkung zeigte Kokosöl. Gutes natürliches Kokosöl enthält bis zu 60% Laurinsäure, die für die Wirkung verantwortlich ist.
Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest und wird flüssig, wenn man es in der Hand anwärmt. So kann es wie eine Körperlotion auf die Haut aufgetragen werden und wirkt bis zu 6 Stunden. Eine Auftragung kurz vor dem Ausritt (Pferd)/Spaziergang (Hund/Mensch) zeigte hier gute Resultate.


Des Weiteren zeigten B-Vitamine eine günstige Wirkung. Sogar ganz allgemein bei Insektenstichen. Bitte bedenken, vor allem bei Wasserratten, das B-Vitamine wasserlöslich sind. Das wäre eine sehr leichte und sehr preiswerte Möglichkeit – nur bitte bei weißen Hunden aufpassen, die könnten ggf. etwas gelblich/orange werden.


Und um noch eine dritte Möglichkeit zu nennen, haben sich Effektive Mikroorganismen (EM) bewährt. Zum Beispiel als Keramik im Halsband eingearbeitet. Dazu spült man die Perlen mit warmen, klaren Wasser ab und lässt sie in der Sonne trocknen um das System zu aktivieren. 


Bei einer Auftragung bitte vor allem die Hauptbissbereiche eines Hunden schützen, welche Kopf/Hals, Bauch und Beine sind.


Und ein kleiner Tipp zum Schluss:
Wenn es zu einem Zeckenbiss gekommen ist und man die Zecke entfernt hat, einfach einen Tropfen KS oder etwas Jod auf die Wunde. Wirkt Schwellungen und Entzündungen vor.
 

Grundsätzlich sollte man bei seinem Tier aber mal das Immunsystem/Darmmilieu und den Säure-/Basenhaushalt überprüfen, oft geht ein starker Befall mit einem Ungleichgewicht einher. Beim Menschen weißt das auf einen hohen Blutzuckerspiegel hin, wenn eine erhöhte Insekten-Stichgefahr beobachtet wird.
 

Informative Seiten, welche auch zum Teil im Text mit eingeflossen sind: https/www.zecken.de/de/die-zecke oder http/www.parasitenportal.de/zecken-beim-hund/
 

Man kann noch sehr viel mehr über dieses Thema schreiben, aber ich denke das Wichtigste ist gesagt. Bei weiteren Fragen wenden sie sich bitte an den Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker, ihres Vertrauens.


Mit freundlichen Grüßen
eure Tierheilpraxis – Medicina Naturale

Kategorien: Allgemeines

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