Tierheilpraxis - Medicina Naturale
Nadine Burzlauer
  
 

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Pfötchen-Pflege im Winter

Gepostet am 8. Januar 2017 um 17:40

Was tun bei Streusalz, Rollsplit, Schnee und Eis mit den Pfötchen unserer Vierbeiner?


Spaziergänge im Winter sind auf der einen Seite sehr schön und bringen den meisten Hunden sehr viel Spaß, aber die andere Seite der Medaille ist der Spaziergang über Gehwege, die mit Salz und Split überzogen sind.
Dieser Artikel soll ein bisschen Verständnis für den Hund im Winter wecken und Möglichkeiten zeigen, die die Situation für den Hund bedeutend erträglicher macht.

Die Pfoten unserer Hunde sind durch das Streusalz gereizt und die Haut gerötet. Mit jeder Gassi Tour wird die Haut spröder und die Pfoten-Hornhaut noch rissiger. Immer wieder dringt über die Risse der wunden Haut weiteres Streusalz ein. Entzündungen an den empfindlichen Pfoten breiten sich aus, was sehr unangenehm für unsere Hunde ist.



Woran sehe ich, dass mein Hund mit den Streubedingungen ein Problem hat?


Wenn ihr Hund auf einmal humpelt oder vielleicht auch gar nicht mehr weiter gehen möchte … dann stellt er sich nicht nur an oder hat kein Bock, sondern schlicht schmerzende Pfoten. Wieder daheim wird es offensichtlich wenn der Hund ständig an der Pfote leckt oder sogar heftig mit seinen Zähnen an den wunden Stellen knabbert. Sichtbar wird es für den Besitzer das die Pfoten gerötet sind, sich Risse im Pfoten-Ballen bilden oder sogar Verletzungen vorhanden sind. Im schlimmsten Fall entstehen dadurch Entzündungen oder sogar Ekzeme.



Aufklärung … Was passiert mit den Hundepfoten im Winter?


Hundepfoten sind im Winter vielen Belastungen ausgesetzt.
Die sonst so weichen Böden der Spielwiesen sind hart und vereist, scharfer Schottersplitt in Kombination mit Streusalz wird auf Bürgersteigen, Straßen und Wegen ausgestreut.
Hundepfoten sind extremen Temperaturwechseln ausgesetzt, gerade noch +20°C im Haus, kann sie nur wenige Sekunden später direkt -20°C ausgesetzt sein, wenn der Hund über die Terrassentür aus dem Haus in den winterlichen Garten gelassen wird oder es auf ausgiebige Gassi-Tour geht.
Der scharfkantige Split, Eisklumpen, festgefrorener Schneematsch, Streusalz dringen in die Zwischenräume der Pfoten-Zehen ein und verursachen kleine Risse und Wunden.Man spricht zwar von Salzlauge oder Salzlake, wirklich chemisch ätzend ist Streusalz aber nicht, der Ablauf ist etwas anders, aber für den Hund genauso schlimm.
Streusalz zieht Wasser an und trocknet rigoros die Haut aus, die trockene Haut wird rissig. Zusätzlich kann Rollsplitt zu weiteren kleinen Verletzungen führen. Durch ständig weiteren Kontakt mit Streusalz wird die Heilung verhindert, es kommen weitere Risse dazu, alte Risse werden tiefer und können durch den ständigen Salzkontakt nicht abheilen. Streusalz wirkt in diesen Hautrissen ganz besonders schmerzhaft. Viele Hunde wollen dann einfach nicht mehr weitergehen, weil die Pfötchen unerträglich schmerzen.



Was tun um die Pfoten unseres Lieblings zu schützen?


1. Pfoten Schutz bereits vor dem Gassi Gang
2. Pfoten Pflege nach dem Gassi Gang


Klingt einfach :)


Folgend nun ein paar Tipps:
Bei manchen, insbesondere langhaarigen Hunden sollten die Pfoten-Haare im Winter kurz gehalten werden, denn hier setzen sich Streusalz, Schneeklumpen, Eis und Schottersplitt fest.
Pfoten-Pflege vor dem Gassi-Gang, z.B. mit Hirschtalg, Vaseline oder Melkfett einreiben – wenn der Hund es annimmt hilft auch ein Pfoten schuh.
Gassi-Gang vorrausschauend auswählen und stark Salz belastete Wege meiden. Wenn doch mal ein Weg dabei ist, der stark bestreut ist, drum herum gehen oder wenn möglich den Hund darüber hinweg tragen.
Pflege nach dem Gassi-Gang, das heißt Pfötchen entsalzen z.B. mit lauwarmen Wasser die Pfötchen abspülen (Bitte ohne Waschmittel oder ähnliches!) und ggf. verfangenen Rollsplit entfernen. Pfötchen abtrocknen und wieder mit Talg oder Ringelblumensalbe pflegen.



Sollten Pfötchen bereits entzündet sein, befragen sie bitte hierzu ihren Tierarzt oder Tierheilpraktiker zur Behandlung. Warten sie damit nicht zu lang, da ihr Tier bei jedem weiteren Gassi-Gang unter schmerzenden Pfoten leidet.



Und zum Schluss möchte ich an die Vernunft der Menschen appellieren:
Es gibt auch andere Streumittel als Rollsplit oder Streusalz, welche bedeutend umweltschonender sind! Tipp ist hier Kies oder Sand.
Die Stadt Hilden sagt auch ganz klar: „Auf Gehwegen dürfen nur abstumpfende Streumittel verwendet werden. Das Streuen von Auftausalz ist nur bei extremer Glatteisbildung oder an besonderen Gefahrenstellen (Treppen, Rampen, Bushaltestellen, Überwege usw.) erlaubt.“
>> https/www.hilden.de<<


Dankeschön und eine schöne Winterzeit
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Tierheilpraxis – Medicina Naturale

 

Kategorien: Allgemeines

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